Schöne, bunte Schokowelt - das Schokoladenmuseum in Köln

Das Schokoladenmuseum in Köln ist eine Sehenswürdigkeit, die jährlich 600 000 Besucher der Rheinmetropole anzieht. Das noch relativ junge, private Museum ist nicht nur für Fans der begehrten Süßigkeit eine Entdeckung, sondern auch für alle, die sich für die Kulturgeschichte der Schokolade und des Rohstoffs Kakao interessieren.

Von der Idee zum Museum: Hans Imhoffs Traum

Der Kölner Schokoladenfabrikant Hans Imhoff übernahm 1972 die Schokoladenfabrik Stollwerck in der Kölner Südstadt. Beim Ausräumen der alten Fabrikations- und Büroräume stieß er eher zufällig auf Container und Kartons mit alten Akten, Verpackungsmaterialien und defekten alten Maschinen. Schnell war ihm klar, dass hier ein wahrer Schatz an kulturgeschichtlichen Materialien zum Thema Schokolade zu heben war, und die Idee zu einem Schokoladenmuseum in seiner Heimatstadt Köln war geboren. Im Zusammenhang damit entstand auch Hans Imhoffs Traum von einem immerwährend sprudelnden Schokoladenbrunnen - eine Fantasie, die geradezu dem Kindermärchen vom Schlaraffenland entsprungen sein könnte. Mit der Leidenschaft des wahren Sammlers erweiterte Imhoff in den folgenden Jahren den bereits bestehenden Grundstock und trug zahlreiche weitere Materialien und Dokumente zur Kulturgeschichte der Schokolade zusammen. Nun musste nur noch ein passendes Gebäude gefunden werden. Durch einen glücklichen Zufall bot sich das alte Hauptzollamt im Kölner Rheinauhafen geradezu an: es lag in unmittelbarer Nähe zur alten Stollwerck Fabrik und direkt am Rhein, nicht allzu weit von der Innenstadt entfernt. Da das Gebäude für die geplanten Zwecke zu klein war, kam ein imposanter moderner Anbau hinzu, der die Nähe zum Fluss und zum Hafen aufgreift und wie ein Schiffsbug aus dem alten Gebäude ragt. 1993 wurde das Museum eröffnet und hat sich trotz anfänglicher Skepsis der Kölner zu einem Besucher-Magneten entwickelt.

Ein Traum wird wahr!

Das Museum - eine Entdeckungsreise durch die Welt der Schokolade

Im großzügigen Eingangsbereich im Schokoladenmuseum in Köln fühlt sich der Besucher hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, zuerst dem verlockenden Schokoladenshop, dem Café mit seinen herrlichen Torten oder dem Museum selbst einen Besuch abzustatten. Letzterem sollte man erst einmal den Vorzug geben, denn hier warten wahre Schätze auf den Besucher. Und damit ist nicht nur der Schokoladenbrunnen im Museumsinneren gemeint. Auf 4000 Quadratmetern findet sich die umfangreichste und faszinierendste Sammlung zur Kulturgeschichte der Schokolade und des Kakaos weltweit mit immerhin 100 000 Objekten. Das beginnt in der Schatzkammer mit sehr alten Fundstücken zum Thema Kakao aus der präkolumbianischen Zeit der Olmeken, Mayas und Azteken, geht weiter mit der Entdeckung des Kakaos und der Schokolade als Luxusgut im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts und informiert im Anschluss über die Industrialisierung der Schokoladenproduktion im 19. und 20. Jahrhundert.



Hier, im Inneren des Museums, findet sich auch der mittlerweile legendäre Schokoladenbrunnen, verziert mit vierzig goldenen Kakaofrüchten, aus dem tatsächlich die warme Schokolade fortwährend sprudelt, ein Genuss für Augen, Nase und Gaumen. Anfangs noch relativ unbeaufsichtigt und ständig für jedermann zugänglich, wachen nun Mitarbeiter über einen reibungslosen Ablauf am Brunnen und reichen den Schokofans mit Schokolade frisch übergossene Waffeln.


Wer den Weg des Kakaos von der der Ernte der Kokaobohne bis zur Fabrikation der Schokolade verfolgen möchte, besucht zuerst das zehn Meter hohe, aber kleine Tropenhaus. Hier finden sich inmitten exotischer Gewächse verschiedene Kakaopflanzen-Arten. In den folgenden Räumen erfährt der Besucher alles über Ernte, Transport und den Handel mit Kakaobohnen, die in früheren Zeiten ein absolutes Luxusgut waren. In einer gläsernen Schokoladenproduktion lässt sich schließlich genau nachverfolgen, wie die begehrte Süßigkeit hergestellt wird. Auf einer weiteren Ausstellungsebene zeigt sich das Schokoladenhandwerk. Hier werden unter den Augen der Besucher in präziser Kleinarbeit Pralinen, Trüffel und Hohlfiguren fabriziert. Wer mag, kann sich hier auch aus drei Sorten Schokolade und vierzig verschiedenen Zutaten seine eigene Schokolade fertigen lassen und dabei zuschauen.

Nostalgie und Schoko-Kult

Liebhaber von Werbung und Reklame aus alten Zeiten, als es weder Fernsehen noch Internet, teilweise noch nicht einmal Radio gab, werden fasziniert sein von den Werbemitteln damaliger Zeiten: Emaille-Schilder, stilvolle bunte Verpackungen, Plakate, witzige Werbegags und die originellen, bunten Schokoladenautomaten entführen den Besucher in vergangene Zeiten, als Schokolade noch etwas ganz Besonderes war.

Chocolat Grand Café und Chocolat Shop

Was wäre der Besuch dieser Sehenswürdigkeit in der Rheinmetropole ohne einen Besuch im Café des Museums? Mit Blick auf den Rhein lassen sich hier neben vielen anderen Leckereien auch großartige Schokoladen-Torten genießen. Und im Chocolat Shop nebenan warten vielfältige schokoladige Mitbringsel.

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