Der Kölner Dom - UNESCO-Weltkulturerbe

Der Kölner Dom ist ein außergewöhnliches Bauwerk in Deutschland. Der imposante Dom wurde zu Recht 1996 ins Weltkulturerbe aufgenommen. Die römisch-katholische Kirche ist Wahrzeichen von Köln und steht unter dem Patrozinium des Apostels Petrus. Die Kathedrale hat eine beachtliche Höhe von 157,38 Metern. Die wunderschöne Kirche steht in etwa 250 Meter vom Rhein-Fluss entfernt. Der Hauptbahnhof befindet sich direkt daneben. Benachbart sind auch die Hohenzollernbrücke, das Museum Ludwig und das Römisch-Germanische Museum zu finden. Die wunderschöne Kirche ist von der Domplatte umgeben. Dabei handelt es sich um eine Betonkonstruktion. Der Kölner Dom wurde im gotischen Baustil erbaut. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Bau im 13. Jahrhundert begonnen wurde, aber erst im 19. Jahrhundert vollendet. Es bestand ein jahrhundertelanger Baustopp. 1814 wurden Baupläne wiedergefunden, nach denen man den Bau dann fertig stellte. Die Westfassade mit den zwei Türmen ist beeindruckend und hat eine Größe von insgesamt 7100 m². Es besitzt die weltweit größte Doppelturmfassade. Der gotische Dom ist eine Sehenswürdigkeit mit den meisten Besuchern in Deutschland. Seit Jahren zieht das Bauwerk sechs Millionen Besucher an. Diese kommen aus aller Welt.

Geschichte des Doms

Architektur der Antike und des Frühmittelalters: Ausgrabungen legten die Reste von römischen Wohnhäusern unterhalb des Doms frei. Die Wohnhäuser stammen aus dem 1. bis 4. Jahrhundert. Ein Apsidenbau entstand im späten 4. oder auch 5. Jahrhundert. Experten vermuten schon einen ersten Kirchenbau. Danach entstand ein Gebäude, in denen fränkische Fürstengräber Platz fanden. Darum ist ein kirchlicher Bezug von Bau 2 nachweisbar. Im 6. Jahrhundert entstand dann auch eine neue Kirche. Ausgrabungen belegten das. Hier befand sich früher auch ein Baptisterium. Dies ist ein Taufraum neben der Kirche. Das Taufbecken von damals ist achtseitig und noch schön erhalten. Es ist anzunehmen, dass das Baptisterium im 9. Jahrhundert abgerissen wurde.

Alter Dom - Historie: Der Alte Dom war der Vorgängerbau des Domes in seiner heutigen Form. Die Weihe fand am 27. September 873 statt. Erzbischof Hildebold war wohl Bauherr und Stifter des Alten Doms. Aus archäologischen Quellen nimmt man an, dass der Alte Dom ab 800 im Entstehen war. Der Alte Dom besaß ein Langhaus. Der Alte Dom beherbergte im 10. Jahrhundert das Gerokreuz, ein Monumentalkruzifix. 1248 sollte der Alte Dom abgerissen werden. Es gab bereits Pläne für den neuen Dom. Es sollte nur der Ostchor abgerissen werden. Durch ein Missgeschick brannte aber fast der ganze Bau ab. Damit man die Messfeiern aufrechterhalten konnte, wurde daher der Westteil einigermaßen wieder hergestellt. Dann wurde mit dem Bau des neuen Domes begonnen. Es kam in der Folge zu mehreren Bauperioden.

Erste Bauperiode des neuen Doms: Kaiser Friedrich I. schenkte dem Reichserzkanzler einst die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Diese befanden sich in Mailand. Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel brachte diese 1164 nach Köln. Die Reliquien waren der Anstoß, einen neuen Dom zu gestalten. Es gab Massen an Pilgerströmen. Der Alte Dom war dem nicht mehr gewachsen. Daher entschloss man sich für den neuen Dom. Der Dombaumeister Gerhard von Rile begann den Gotikbau am 15. August 1248. Als Vorbild für den Dombau nahm er sich die Kathedrale von Amiens. Das Baumaterial für den Dombau bestand aus Trachyt vom Drachenfels des Siebengebirges. Es wurde über Jahrzehnte gebaut. 1265 war der Kapellenkranz fertig. Der Altar der Domsakristei wurde 1277 von Albertus Magnus geweiht. Die überwältigend hohen Fenster des Oberchores mit einer Höhe von 17,15 Metern wurden in den Jahren 1304 bis 1311 eingesetzt. Hier sind 48 Könige zu sehen. Die Darstellungen zeigen die Männer einmal mit und einmal ohne Bart. Es wird vermutet, dass die Bilder von den Bärtigen, die 24 Ältesten der Apokalypse zeigen. Die bartlosen Bilder zeigen wohl die Könige von Juda. Das Achsenfenster zeigt Maria mit dem Kind sowie die Heiligen Drei Könige. Die Chorfenster mit den Glasmalereien haben eine stattliche Größe von 1350 m². Die Farbintensität blieb erhalten, wenngleich auch Einzelheiten verloren gingen. Petrarca besuchte den Bau im Jahre 1333. Er war fasziniert von dessen Schönheit. 1375 entstand das Petersportal mit seinem Figurenschmuck. Die Jahre von 1353 bis 1390 belegen Michael von Savoyen als Dombaumeister. Er trieb den Baufortschritt voran. 1395 übernahm Andreas von Everdingen die weiteren Bauarbeiten. Das zweite Geschoss des Südturms wurde 1410 erreicht. Dann wurde die erste Kirchenglocke aufgehängt (die Dreikönigen- oder Blutglocke von 1418).



Die Dombaumeister wechselten sich ab und es folgte Nikolaus van Bueren. Unter seiner Leitung konnten 1437 in den Südturm die Glocken eingehängt werden. Die Großglocken mit Namen Pretiosa sowie Speciosa wurden 1448/49 gegossen. Der Südturm erschallte daraufhin mit deren Klang. Die Südturm Arbeiten wurden dann aber so gut wie eingestellt. Die regen Bauarbeiten verliefen sich am Ende des 15. Jahrhunderts. Johann Kuene van Franckenberg war der letzte bekannte Dombaumeister. 1500 kam es noch zur Grundsteinlegung des Nordturms. Ab 1510 wurden die Domarbeiten eingestellt. Es lag am Stopp des Geldflusses. Die letzte Geldausgabe fand 1559 statt. 1560 beendete das Domkapitel die Finanzierung des Domes. Ab 1515 konzentrierte man sich auf den Bau der Peterskirche in Rom. Es gab regen Ablasshandel zu dessen Finanzierung. Dies gab Martin Luthers Reformation wohl auch Auftrieb mit dem Anschlag der 95 Thesen im Jahr 1517. Dadurch rissen die Pilgerströme deutlich ab. Dies wiederum führte zu finanziellen Problemen für den Kölner Dom. In den Jahren 1744 bis 1770 kam es zu einer teilweisen barocken Umgestaltung. Im Zuge der französischen Besatzung 1794 wurde der Kölner Dom schwer beschädigt. Die Truppen Napoleons benutzten den Dom als Pferdestall und Lagerhalle. Eine ungeheuerliche Entweihung. Der Dreikönigenschrein wurde vor dem Einmarsch der Franzosen nach Westfalen überführt. 1804 kam es zum Rücktransport des Schreins. 1814 rief Joseph Görres zum Weiterbau am Dom auf. Der Dom stand mehr als 300 Jahre unfertig da. Über die Jahrhunderte wurde der Dom zur Bauruine. Ein Abriss sollte erfolgen. Selbst ein Baukran stand bis 1868 auf dem unvollendeten Südturm. Kölner kennen daher den Spruch "Die Welt geht unter, wenn der Dom fertig ist.".










Zweite Bauperiode am Dom: 1814 entdeckte Georg Moller die Hälfte des 4,05 m großen Fassadenplanes. Die andere Hälfte fand Sulpiz Boisseree 1816 in Paris. Die Romantiker zur Wende des 19. Jahrhunderts regten das Interesse auf den unvollendeten Dombau. Joseph Görres und Sulpiz Boisseree pochten aber auf die Vollendung des Domes. Der Grundstein wurde am 4. September 1842 für den Weiterbau gelegt. Dieser Stein wurde im unvollendeten Südturm eingemauert. Preußen beteiligte sich an der Finanzierung. Dazu half der Zentral-Dombau-Verein zu Köln, der Geld für die Finanzierung sammelte. Bei einem Einbruch in den Dom 1820 wurden kostbare Stücke des Dreikönigsschreins gestohlen. Ein Unglücksfall ereignete sich bei einem Fest zur 600. Wiederkehr der Grundsteinlegung. Dabei wurde bei der Feier, die drei Tage dauerte, eine Frau von einem herunterfallenden Stein getötet. Erst 1880 war der Dombau vollendet. Nach 600 Jahren Bauphase. Die Baupläne des Kölner Dombaumeisters aus dem Mittelalte¬r wurden dazu verwendet. Auch der erhaltene Fassadenplan um 1280 konnte zur Fertigstellung helfen. Vier Jahre lang war der Kölner Dom das höchste Gebäude der Welt. 1884 wurde es vom Washington Monument übertroffen. Abermals gab es ein Fest, nun zum Ende des Dombaus. Es fand am 15. Oktober 1880 statt. Wilhelm I. nutzte es zu Repräsentationszwecken für sein Reich. Da es zu der Zeit einen Kulturkampf gab, blieb der Erzbischof dem Fest fern. Er war in Verbannung. Ebenso blieb das Domkapitel und zahlreiche Mitglieder der Kölner Bürgerschaft dem Fest fern. Denn der Kaiser war Protestant.

Die Erhaltung des Doms

Das Gestein ist für Verwitterung anfällig. Da Sandstein als Material vielfältig verwendet wurde, wurde 1904 der Kamp gegen den Verfall aufgenommen. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu großen Beschädigungen. 70 Bomben trafen den Dom. Damals waren Mitarbeiter um die Kathedrale platziert. Diese löschten von Brandbomben verursachte Schäden sofort. Der eiserne Dachstuhl verhinderte jedoch weitere Einstürze. Ausgrabungen von Otto Doppelfeld 1946 begonnen, dauerten bis 1997. 1948, zum 700. Jahrestag der Grundsteinlegung, feierte man in einem enorm beschädigten Dom. 1956 war er weitgehendst wieder hergestellt. Aber saurer Regen und die fortschreitende Luftverschmutzung setzte den Steinen gehörig zu. Der Stein färbte sich aufgrund dessen dunkel. Luftreinigungsmaßnahmen stoppten dies einigermaßen. Auch Vogelexkremente setzten der Kathedrale zu. Die Denkmalpflege nach dem Krieg zeichnete sich durch architektonische Vereinfachung aus.

Das Weltkulturerbe

1996 erfolgte die Ernennung zum Weltkulturerbe. Durch Hochhausplanungen wurde es vom UNESCO-Welterbekomitee 2004 auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gelistet. 2006 wurde es von der Liste genommen. Hochhäuser durften dort nicht mehr gebaut werden.

Die beeindruckende Architektur

Das Westportal: Das Petersportal ist das einzige, das original aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist. Die Figuren unterscheiden sich in Farbe und Bearbeitungsqualität deutlich von denen des 19. Jahrhunderts. Die fünf erhaltenen, originalen Figuren des Mittelalters weisen den Einfluss der Parler-Familie auf. Der damalige Baumeister Michael war mit ihnen verwandt.

Das Südportal: Die dortigen Skulpturen sind die Arbeit von Ludwig Schwanthaler. Er entwarf diese 1847. Ausgeführt wurden sie von Christian Mohr. Es zeigt die romantisch-nazarenische Bildhauerkunst. Es ist zu sagen, dass die Südfassade die ausdrucksstärkste Kunst der Neugotik darstellt. Die Türen wurden nach dem Krieg von Ewald Matare mithilfe seines Schülers Joseph Beuys erneuert.

Das Nordportal: Die Nordfassade des Querhauses befasst sich als Thema mit der Gründungsgeschichte des Domes. Gezeigt wird zu Beginn die Übergabe des Hirtenamtes an Petrus. Das sogenannte Maternusportal stellt die Kölner Kirchengeschichte dar. Maternus gilt als erster Bischof von Köln und auch erster Schüler des Petrus. Zeugen des Ereignisses waren Heilige. Diese sind hier dargestellt, als Petrus ihm das apostolische Lehramt übertrug.

Das Hauptschiff des Doms

Es gilt als längstes Kirchenschiff Deutschlands. Mit 144 Metern ist es zudem auch eines der längsten weltweit. Außerdem wartet es mit dem vierthöchsten Kirchenschiff der Welt auf. Die Gewölbehöhe ist 43,35 Meter.

Einige der beeindruckenden Chorkapellen:

  • die Irmgardiskapelle mit dem Sarkophag um 1100, die Fenster stammen um 1320
  • die Michaelkapelle besitzt das Thomas- und Johannesfenster, entstanden um 1320
  • die Stephanuskapelle zeigt das "Fenster der heiligen Übereinstimmung" mit Altem und Neuem Bund, entstand ca. 1290
  • die Marienkapelle inkludiert den Dreikönigsaltar von dem berühmten Stephan Lochner, in der Kapelle ist auch die "Mailänder Madonna

Einige wundervolle Fenster

Es sind 1.500 m² aus dem Mittelalter erhalten geblieben. Insgesamt machen die Fenster beeindruckende 10.000 m² aus. Die Fenster tragen in großem Maße zum Charme der Kirche bei. Die Fenster stammen aus verschiedenen Epochen. Daher gibt es verschiedene Geschmäcker der Zeit wider. 1260 wurden die Fenster des Kapellenkranzes ornamental verglast. Figuren in den Bildern wurden erst 1330/40 zugefügt. Dies geschah in erster Linie für die Pilgerreisenden. Das älteste erhaltene Domfenster stammt aus dem Jahre 1260. Es befindet sich in der zentralen Dreikönigskapelle. Das nördliche Seitenschiff besitzt spätmittelalterliche Fenster. Das südliche Seitenschiff des Doms verweist auf das 19. Jahrhundert. Die sogenannten Bayernfenster veranschaulichen dies deutlich. Bis in die Gegenwart hinein arbeitet man an Verlusten, die der Zweite Weltkrieg brachte. Fehlende oder damals provisorisch angefertigte Verglasungen, werden restauriert. Auch durch moderne Fenster werden sie ersetzt. Neu ist das große Richter-Fenster der Südfassade.

Das Dach und der Dachstuhl des Doms haben eine Fläche von über 12.000 m². Große Bleiplatten wurden dazu verwendet. Sage und schreibe 600 Tonnen macht das Gewicht aus. Der eiserne Dachstuhl bewahrte den Dom im Zweiten Weltkrieg vor noch größeren Gewölbeeinstürzen.

Reiche Ausstattung

Der Dom ist das Zentrum des Erzbistums Köln. Es besitzt eine Fülle an reicher Kunst. Dazu zählen unter anderem die Reliquie:

  • Dreikönigenschrein: Er stammt aus dem 3. Jahrhundert. Es handelt sich um die größte Goldschmiedearbeit Europas aus der Zeit des Mittelalters. Er wurde im Stil einer Basilika errichtet und zeigt die Dreieinigkeit Gottes. Es gibt 74 Figuren, die aus vergoldetem Silber gearbeitet wurden. Des Weiteren schmücken Edelstein-Filigranplatten, farbige Emailstreifen und blaugoldene Inschriften den Schrein. Mehr als 1000 Edelsteine sowie Perlen runden den Prunkschrein ab. Antike Gemmen und Kameen zeugen allein schon von der größten Bildsammlung des Mittelalters. Die Gebeine der heiligen drei Könige werden im Schrein verehrt. Am 6. Januar scharen sich die Sternsänger aus der Sternsängerwallfahrt herum.
  • Chorgestühl im Dom: Das Chorgestühl stammt aus dem Spätmittelalter. Es hat 104 Sitzplätze und ist somit das größte in Deutschland. Eine Besonderheit ist je ein reservierter Platz für den Papst und den Kaiser. Wunderschöne Schnitzarbeiten beeindrucken am Chorgestühl. Auch unterhalb der Sitze befinden sich welche. Die Chorschrankenmalerei beinhaltet 21 Darstellungen. Sie stammen aus 1332-44 und weisen die Techniken der Tafelmalerei auf. Die Bilder zeigen die Schritte der Reliquien, als sie von Konstantinopel und Mailand nach Köln gelangten. Diese Engelmalereien sind von außergewöhnlicher Schönheit. An den Obergadenwänden im Chorraum sind diese Fresken zu sehen. Sie wurden vom österreichischen Maler Edward von Steinle mit vergoldeten Ornamenten geschaffen.

Der Hochaltar feierte 1322 seine Weihe. Die Altarplatte ist aus schwarzem Marmor. Es ist eine der größten Mensen des Christentums. Seine Fläche ist 9,58 m² groß. Die Seitenwände haben weiße Marmorarkaden. Original erhalten ist die Vorderseite mit der Marienkrönung im Mittelpunkt. Je sechs Apostel sind an den Seiten der Arkaden zu sehen.

Die Vierung wurde 1960 von Elmar Hillebrand gestaltet. Sie wurde liturgisches Zentrum des Domes. Die Mensa wurde aus vier Bronzeplatten gefertigt. Der Altar ist hier nicht sehr groß. Man wollte eine freie Sicht zum Chorhaupt vom Kirchenschiff aus. Aus Kirschbaumholz wurde die Kathedra des Erzbischofs gefertigt. Auf zwei Reliefs ist die Schlüsselübergabe von Christus an Petrus zu sehen. Auch die Übergabe von Petrus an Maternus ist bildlich gestaltet. Einer Legende nach war Maternus ein Schüler des Apostelfürsten. Die Kanzel wurde aus Eichenholz gefertigt und stammt von 1544. Der Clarenaltaltar ist ein Flügelaltar und befand sich zuerst in der Kölner Klarissenkirche. Er gelangte 1804 in den Dom. Der Altar ist verschlossen und wird nur zum Fest der Hl. Klara geöffnet. Es handelt sich um einen der bedeutendsten Flügelaltäre des 14. Jahrhunderts. Auch ist er einer der best erhaltenen Sakramentsaltäre. Das Tabernakel ist fest eingebaut. Geschlossen sieht man zwölf franziskanische Heilige. Ist der Flügelaltar komplett geöffnet, ist Christus mit den Aposteln zu sehen.

Der Chorbereich mit 14 Pfeilerskulpturen: Die Skulpturen zeigen Maria, Christus und die Apostel. Sie beeindrucken mit 2,15 Metern. 39 verschiedene Gewänder sind zu sehen. Der Dombaumeister Arnold hat sie zwischen 1270/80 hergestellt.

Wunderschön gestaltet ist auch die berühmte Statue des Christophorus im Dom. Sie wurde von Meister Tilman van der Burch ca. 1470 hergestellt.

Der Agilolphusaltar: Er wurde nach einem Kölner Bischof benannt. Es handelt sich um einen der bedeutsamsten Antwerpener Schnitzaltäre. Szenen aus dem Leben und der Passion Christi sind zu sehen. Er wurde restauriert und 2013 mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

Beeindruckend ist auch der Mosaikfußboden des Chores. Er hat eine gewaltige Fläche von etwa 1300 m². August Essenwein hat ihn entworfen. Nach Vorbild des Mittelalters zeigt es theologisch-metaphorische Bilder. Auch die Lebensalter des Menschen sind eingearbeitet. Die Vierung zeigt die Tageszeiten, die vier Winde und die vier Elemente.

Die Domschatzkammer

Die Kammer besteht aus sechs Räumen auf drei Etagen. Sie kann in einer Ausstellung besichtigt werden. Sie beherbergt kostbare Reliquiare, liturgische Geräte, Gewänder, Insignien der Erzbischöfe vom 4. bis 20. Jahrhundert, mittelalterliche Skulpturen sowie fränkische Grabfunde. Die Domschatzkammer hat auch einen Neubau. Dazu wurden historische Kellergewölbe ausgebaut. Der Neubau wurde 2000 eröffnet. Es gab nachts am 2. November 1975 einen Einbruch im Dom. Einbrecher stahlen wertvolle Monstranzen und Kreuze. Die Verbrecher konnten mit Hilfe der Kölner Unterwelt gefasst und verurteilt werden. Leider hatten sie einen Teil der Beute eingeschmolzen. Darunter eine Monstranz aus dem Jahre 1657.

Grabmäler im Dom

Die Kathedrale beherbergt zahlreiche Grabmäler von:

  • Gero
  • Engelbert von Berg
  • Konrad von Hochstaden
  • Walram von Jülich
  • Engelbert III. von der Mark
  • Friedrich III. von Saarwerden
  • Dietrich II. von Moers
  • Hermann IV. von Hessen
  • Adolf III. von Schaumburg
  • Anton von Schaumburg
  • Ernst von Bayern
  • Maximilian von Bayern und viele mehr.

Weltliche Fürsten im Dom gibt es u. a. nur: Gottfried IV. (1318 - 1368), der letzte Graf von Arnsberg, er war ohne Erben und verkaufte seine Grafschaft an das Erzbistum.

Orgeln

Im Kölner Dom gibt es mehrere Orgeln. Die Marienkapelle besitzt zwei kleine Orgeln. In der Kathedrale gibt es zwei Hauptorgeln. Eine befindet sich in der nördlichen Vierung. Es ist die Querhausorgel, die 1948 fertiggestellt wurde. Die Langhausorgel wurde 1998 errichtet. Ein gemeinsamer Spieltisch lässt das gemeinsame Anspielen der beiden Orgeln zu. Das Hochdruckwerk wurde 2006 eingebaut. Der Kirchenmusiker Winfried Bönig ist seit 2002 Organist im Dom.

Die Querhausorgel

Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Es wurde mit 68 Registern auf drei Manualen und Pedal errichtet. Die Orgel ist auf einer Empore frei aufgestellt. Das Musikinstrument ist klassisch disponiert. Da die Beschallung zu klein war, wurde es um ein viertes Manualwerk erweitert. Auch die Register wurden auf 86 angehoben. Heute besteht die Orgel aus 88 Registern. Die Trakturen sind elektropneumatisch.

Die Turmbesteigung

Zu den Öffnungszeiten kann der Südturm des Domes bestiegen werden. Über eine enge Wendeltreppe gelangt man nach 291 Stufen in den Glockenstuhl in 53 Metern Höhe. Das Ende der Wendeltreppe ist dann in weiteren 95 Stufen erreicht, bei einer Höhe von 70 Metern. Die Plattform des Südturmes kann über eine Metalltreppe erreicht werden. Hier kann man in einer Höhe von 97 Metern die Aussicht genießen. Es gibt daneben großflächige Ausgrabungen unter dem Fußboden des Domes. Auch ein Kiosk für Souvenirs ist bei den Zugängen zur Besteigung installiert. Ein Dom-Parkhaus sowie die Toilettenanlage sind von hier aus erreichbar.

Im Vierungsturm wurde die neugotische Dekoration aus Zink mit Wasserspeiern und Türmchen wurde im Krieg zerstört. Es wurde durch einen Art-deco-Turm des Dombdilhauers Erlefried Hoppe (1910 - 1992) ersetzt. Der Turm zeigt acht Engel, die auf die Reste des historischen Eisenkonstrukts platziert wurden. Die Engel sind überaus imposant mit je 2,25 Tonnen. Jeder Engel ist 4,10 Meter hoch. Für die Engel wurde bleiverkleidetes Lärchenholz verwendet. Der Turm hat einen Stern, um die Weihnachtslegende der Heiligen Drei Könige zu unterstreichen. Die Fertigung der Engel unterlag Hubert Bruhs.

Der Kölner Dom zieht jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt an und ist ein Weltkulturerbe von außergewöhnlicher Klasse. Eine Sehenswürdigkeit, die man als Gast in Köln gesehen haben muss.

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